Kurz gesagt: Eine Website kostet zwischen 10 Euro im Monat für einen Baukasten und über 30.000 Euro für ein individuelles Agenturprojekt. Diese Spanne nennt Googles KI-Übersicht am 16. September 2026, und sie ist richtig und zugleich unbrauchbar, weil sie drei verschiedene Produkte unter einem Wort zusammenfasst. Der Preis einer Website entsteht aus 8 Faktoren, und 3 Fragen reichen, um die Spanne auf die Zahl zu bringen, die für dein Unternehmen gilt. Dieser Beitrag erklärt die Faktoren, rechnet die laufenden Kosten über 5 Jahre zusammen, trennt die echten Rechtskosten von den erfundenen und zeigt, was ein Angebot auflisten muss, damit ein Festpreis einer bleibt. Ich baue Websites für Unternehmen in Kassel und Nordhessen und nenne hier trotzdem keinen eigenen Preis, weil er ohne die 3 Fragen nicht seriös wäre.

Das Wichtigste in Kürze

  • 10 Euro im Monat bis über 30.000 Euro: So weit reicht die Spanne, die Googles KI-Übersicht am 16. September 2026 für eine Website nennt. Ein Baukasten und eine individuell gebaute Unternehmenswebsite sind zwei Produkte, die zufällig denselben Namen tragen.
  • 8 Faktoren bestimmen den Preis: Seitenzahl, Design, Texte und Bilder, Funktionen, Technik, Suchmaschinenoptimierung beim Bau, Zeitplan und die rechtlichen Pflichten. Jeder Faktor lässt sich vor dem ersten Gespräch entscheiden.
  • 3 Fragen bringen die Spanne auf deine Zahl: Wie viele Seiten brauchst du, wer liefert Texte und Bilder, und muss auf der Website etwas gebucht oder gekauft werden.
  • 60 bis 150 Euro pro Stunde: In dieser Spanne bewegen sich Stundensätze für Webdesign und WordPress-Arbeit in Deutschland. Eine Unternehmenswebsite mit fünf Seiten braucht nach meiner Erfahrung 40 bis 60 Stunden. Ein Angebot unter 1.000 Euro enthält daher weniger Arbeit, als das Wort Website vermuten lässt.
  • Laufende Kosten sind der zweite Preis: Domain 1 bis 2 Euro im Monat, Hosting 5 bis 30 Euro, Wartung am Markt 30 bis 300 Euro im Monat, das SSL-Zertifikat 0 Euro. Über 5 Jahre übersteigen die laufenden Kosten bei manchen Websites den Kaufpreis.
  • Recht kostet weniger, als die Angebote behaupten: Das Impressum ist Pflicht nach § 5 DDG, ein Cookie-Banner braucht nur, wer Daten speichert, die für den Betrieb nicht nötig sind (§ 25 TDDDG), und das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz nimmt Kleinstunternehmen bei Dienstleistungen aus (§ 3 Absatz 3 BFSG).
  • Ein Festpreis hält nur mit Gegenleistung: Texte, Bilder, Logo, eine gebündelte Korrekturrunde und ein Entscheider. Jede fehlende Lieferung wird zum Nachtrag.

Ein Wort, drei Produkte: warum die Preisspannen nicht zusammenpassen

Wer nach den Kosten einer Website sucht, findet Website-Preise von 500 Euro bis 30.000 Euro für dasselbe Vorhaben, und keine der Seiten erklärt, warum. Die Erklärung ist einfach. Das Wort Website steht für drei verschiedene Produkte. Ein Baukasten ist ein Abo für ein vorgefertigtes Gerüst, das du selbst füllst. Eine Website vom Freelancer ist eine Dienstleistung, bei der jemand das Gerüst, das Design und die Einrichtung für dich übernimmt. Ein Agenturprojekt enthält zusätzlich Strategie, Konzeption, individuelles Design und meist mehrere Personen, die daran arbeiten. Wer diese drei Produkte in eine Tabelle schreibt, erhält zwangsläufig einen Faktor 60 zwischen dem kleinsten und dem größten Wert.

Hinzu kommt, dass jede Quelle, die diese Zahlen veröffentlicht, ein Interesse an ihnen hat. Die Anbieter von Baukästen zeigen, wie günstig eine Website sein kann, weil sie Abos verkaufen. Agenturen zeigen, wie teuer eine Website sein muss, weil sie Projekte verkaufen. In meiner Auswertung der zehn Anbieterseiten, die am 16. September 2026 zu dieser Frage auf der ersten Ergebnisseite standen oder von Googles KI-Übersicht zitiert wurden, verkaufen vier ein Baukasten-Abo und sechs den Bau von Websites. Keine von ihnen ist eine unabhängige Quelle, etwa eine Verbraucherzentrale oder eine Kammer. Für dich heißt das, dass du die Zahlen lesen kannst, aber die Einordnung selbst leisten musst. Dafür sind die nächsten Abschnitte da.

Ein Wort zur Sprache, weil Google diese Frage als erste stellt: Eine Website ist der gesamte Auftritt unter einer Domain, eine Webseite ist eine einzelne Seite davon, und die Homepage ist die Startseite. Im Alltag werden die Begriffe vermischt, und auch in Preislisten steht Homepage häufig für den ganzen Auftritt. Wer eine Webseite erstellen lassen möchte und nach den Kosten einer Webseite sucht, meint daher fast immer die ganze Website, und so ist es auch in diesem Beitrag gemeint. Wenn du ein Angebot vergleichst, achte darauf, ob der Anbieter Seiten zählt oder den Auftritt als Ganzes meint.

Acht Faktoren, die den Preis einer Website bestimmen

Acht Faktoren entscheiden über den Preis, unabhängig davon, ob ein Freelancer, eine Agentur oder du selbst die Website baut. Wer sie vor dem ersten Gespräch für sich klärt, erhält vergleichbare Angebote statt einer Spanne.

Seitenzahl und Struktur

Jede Seite braucht ein Layout, einen Text, Bilder und eine Verlinkung. Eine Website mit fünf Seiten, also Startseite, Leistungen, Über mich, Kontakt und Impressum, ist ein anderes Projekt als ein Auftritt mit zwölf Leistungsseiten und drei Standorten. Die Seitenzahl ist der Faktor mit dem größten Einfluss auf die Stundenzahl. Eine Landingpage mit nur einem Angebot verursacht entsprechend geringere Kosten.

Design: Vorlage oder individuell

Eine angepasste Vorlage ist in wenigen Stunden eingerichtet. Ein individuelles Design beginnt mit einem Entwurf, geht durch Abstimmungen und wird danach erst umgesetzt. In der Auswertung der zehn Anbieterseiten beginnt eine Website auf Vorlagenbasis bei etwa 500 Euro, während für individuelles Design mehrere tausend Euro zusätzlich genannt werden.

Texte und Bilder

Ob du Texte und Bilder lieferst oder liefern lässt, verändert den Preis stärker als jedes Designdetail. Für professionelle Texte nennen die ausgewerteten Seiten 50 bis 150 Euro pro Seite. Ein Fotoshooting kommt hinzu. Wer eigene Texte und Bilder liefert, spart diesen Posten, trägt aber die Arbeit selbst.

Funktionen

Ein Kontaktformular gehört zu jeder Website. Eine Online-Terminbuchung, ein geschützter Kundenbereich, mehrere Sprachen oder ein Onlineshop sind eigene Projekte innerhalb des Projekts. Die ausgewerteten Seiten nennen für ein Buchungssystem 800 bis 3.000 Euro und für einen einfachen Onlineshop Beträge ab etwa 8.000 Euro.

Technik

Ein Baukasten läuft beim Anbieter und lässt sich nicht mitnehmen. Ein System wie WordPress läuft auf einem Hosting deiner Wahl und gehört dir samt Daten. Eine individuell programmierte Website ist die teuerste Variante und für ein kleines Unternehmen selten nötig. Die Technik bestimmt zudem, was die Website in den folgenden Jahren kostet.

SEO-Grundlagen beim Bau

Saubere Seitentitel, eine Struktur, die eine Suchanfrage je Seite beantwortet, kurze Ladezeiten und die Anmeldung in der Search Console gehören zu einem sorgfältigen Bau. Ob das im Preis enthalten ist, steht selten im Angebot und entscheidet darüber, ob die Website nach dem Start gefunden wird.

Zeitplan und Korrekturrunden

Ein Projekt mit einem festen Termin, gelieferten Inhalten und einer gebündelten Korrekturrunde kostet weniger Stunden als eines, das über Monate in kleinen Schritten abgestimmt wird. Wie viele Korrekturrunden der Preis enthält, gehört in jedes Angebot.

Rechtliche Pflichten

Impressum, Datenschutzerklärung und gegebenenfalls ein Cookie-Banner sind Arbeit, aber weniger, als viele Angebote glauben machen. Welche Pflicht für dich gilt und welche nicht, steht weiter unten mit dem jeweiligen Paragrafen.

Nicht zum Preis der Website gehören zwei Posten, die in Angeboten trotzdem auftauchen. Die Suchmaschinenoptimierung nach dem Start ist ein eigenes Budget mit eigenen Regeln, die im Beitrag Was SEO kostet stehen. Werbung bei Google ist ein Mediabudget, das du selbst bestimmst, wie die Seite zu Google Ads in Kassel erklärt. Ein Angebot, das Website, SEO und Werbung in einer Summe nennt, ist nicht vergleichbar.

Drei Fragen, die die Spanne auf deine Zahl bringen

Googles KI-Übersicht beendet ihre Antwort auf die Kostenfrage mit einer Gegenfrage, nämlich ob es eine einfache Visitenkarten-Seite, ein Blog oder ein Onlineshop werden soll und ob du selbst baust oder bauen lässt. Das ist der richtige Ansatz, und er lässt sich auf drei Fragen verdichten, die du in einer Viertelstunde beantworten kannst. Ich stelle dir dieselben drei Fragen im Erstgespräch, bevor ich einen Preis nenne.

  1. Wie viele Seiten brauchst du?

    Zähle die Fragen, die ein Kunde vor dem Anruf klären möchte, und nicht die Seiten, die Wettbewerber haben. Ein Handwerksbetrieb mit drei Leistungen kommt meist mit fünf bis sieben Seiten aus. Jede weitere Seite, die keine Kundenfrage beantwortet, kostet Geld beim Bau und Aufmerksamkeit beim Besucher.

  2. Wer liefert Texte und Bilder?

    Wenn du Texte und Bilder selbst lieferst, sinkt der Preis um den Posten, der bei einer Website mit fünf Seiten schnell mehrere hundert Euro ausmacht. Wenn du sie liefern lässt, steigt der Preis, aber der Text beantwortet die Fragen, die deine Kundschaft bei Google eintippt. Beides ist eine legitime Entscheidung, solange sie vor dem Angebot fällt.

  3. Muss auf der Website etwas gebucht oder gekauft werden?

    Eine Website, die informiert und zum Anruf führt, ist ein anderes Projekt als eine, auf der Termine gebucht oder Produkte gekauft werden. Die zweite Variante bringt eigene Funktionen, eigene Rechtspflichten und eigene laufende Kosten mit. Wer diese Frage mit Nein beantwortet, streicht damit die teuersten Posten der Preislisten.

Drei Fragekarten mit den Beschriftungen Seiten, Texte und Funktionen laufen in einem orangefarbenen Feld zusammen.
Seitenzahl, Inhalte, Funktionen: Wer diese drei Fragen beantwortet hat, erhält Angebote, die sich vergleichen lassen.

Jeder Website-Kosten-Rechner fragt im Kern genau diese drei Dinge ab; die drei Fragen sind der Rechner. Mit diesen drei Antworten kannst du jedes Angebot auf einen Blick einordnen. Ein Anbieter, der ohne diese Antworten einen Preis nennt, nennt einen Preis für irgendeine Website, nicht für deine.

Baukasten, Freelancer oder Agentur: was es kostet, eine Website erstellen zu lassen

Die Kosten, eine Website erstellen zu lassen, stehen in der zweiten Spalte der folgenden Tabelle; wer eine Website erstellen lassen möchte, findet dort den Preis, wer selbst baut, in der ersten Zeile das Abo. Die Tabelle ordnet die drei Wege nach dem, was sie in der Auswertung der zehn Anbieterseiten vom 16. September 2026 kosten. Die Spannen stammen aus den Preisangaben dieser Seiten und aus Googles KI-Übersicht am selben Tag; es sind Marktangaben, keine Preise von mir.

Einmalige Kosten je Weg, Marktangaben laut Auswertung vom 16. September 2026
WegEinmaligWas du bekommstWas du nicht bekommst
Homepage-Baukasten0 EuroAbo von etwa 10 bis 50 Euro im Monat mit Vorlage, Hosting und Domain im Paket, Bedienung ohne VorkenntnisseEigentum an der Technik, freie Wahl des Hostings, volle Kontrolle über die Suchmaschinenoptimierung
Website vom Freelancer1.000 bis 5.000 EuroEingerichtetes System, angepasstes oder individuelles Design, eine AnsprechpersonStrategie und Konzeption als eigene Leistung, Verfügbarkeit eines ganzen Teams
Website von der Agentur5.000 bis 30.000 Euro und mehrStrategie, Konzeption, individuelles Design, mehrere Fachleute, ProjektleitungEinen Preis, der zu einem Unternehmen mit fünf Seiten und einer Ansprechperson passt

Ob ein Anbieter von Webdesign-Preisen oder von Webdesign-Kosten spricht, hinter jeder dieser Zahlen steht dieselbe Rechnung, nämlich Stunden mal Stundensatz. Für Webdesign und WordPress-Arbeit liegen die Stundensätze in Deutschland üblicherweise zwischen 60 und 150 Euro, abhängig von Erfahrung und Region. Der Freelancer-Kompass 2026 der Plattform freelancermap nennt für Freelancer im DACH-Raum einen durchschnittlichen Stundensatz von 103 Euro, erhoben zwischen dem 17. November 2025 und dem 8. Februar 2026 bei rund 5.400 Teilnehmern; Webdesign ist darin nur ein Teil, die Größenordnung stimmt aber. Eine Unternehmenswebsite mit fünf Seiten, eingerichtet, gestaltet, befüllt und technisch sauber aufgesetzt, braucht nach meiner Erfahrung 40 bis 60 Stunden. Bei 60 Euro sind das 2.400 bis 3.600 Euro, bei 150 Euro 6.000 bis 9.000 Euro.

Balkendiagramm: Wie viele Arbeitsstunden in Angeboten von 500, 1.500, 3.500 und 7.000 Euro stecken, bei Stundensätzen von 60 bis 150 Euro.
Dieselbe Rechnung von der anderen Seite: Ein Angebot über 500 Euro enthält bei üblichen Stundensätzen zwischen 3 und 8 Arbeitsstunden.

Diese Rechnung erklärt, was ein Angebot für 500 Euro ist. Bei 60 Euro pro Stunde stecken darin gut 8 Stunden Arbeit, bei 150 Euro etwas mehr als 3. In 8 Stunden lässt sich eine Vorlage einrichten und mit gelieferten Texten befüllen, aber kein Design entwerfen, kein Text schreiben und keine Suchmaschinenoptimierung anlegen. Das Angebot ist damit in Ordnung, es ist nur ein anderes Produkt. Problematisch wird es erst, wenn es dieselben Leistungen verspricht wie ein Angebot über 4.000 Euro. Was eine Website kostet, die zwar günstig war, aber keine Anfragen bringt, steht im Beitrag Website bringt keine Kunden.

Für ein Unternehmen in Kassel oder Nordhessen gelten dieselben Stundensätze wie im übrigen Land; eine regionale Preisliste gibt es nicht, und wer eine nennt, hat sie geschätzt. Der Unterschied liegt nicht im Ort, sondern darin, ob der Anbieter die Seiten für die Suchbegriffe deiner Region baut. Sprich mit mir über deine Website, wenn du die drei Fragen für dich beantwortet hast und wissen möchtest, was sie in Stunden bedeuten. Meinen Preis nenne ich dir nach diesem Gespräch, weil er vorher nicht seriös wäre.

Laufende Kosten und die Rechnung über fünf Jahre

Der zweite Preis einer Website fällt jeden Monat an, und drei der acht Suchanfragen, die Google zu dieser Frage als verwandt anzeigt, fragen genau danach, nämlich nach den Kosten im Monat, im Jahr und für die Domain. Die Posten sind überschaubar, sobald man sie einzeln benennt.

Laufende Kosten einer normalen Unternehmenswebsite, Stand September 2026
PostenKostenWas dahintersteckt
Domain1 bis 2 Euro im MonatDie Internetadresse, meist eine .de-Domain. Ende 2025 waren laut DENIC rund 17,7 Millionen .de-Domains registriert; den Preis bestimmt der Registrar, nicht die Registrierungsstelle.
Hosting5 bis 30 Euro im MonatDer Server, auf dem die Website liegt; die Hosting-Kosten für eine normale Unternehmensseite liegen am unteren Rand der Spanne, weil ein gutes Paket reicht.
SSL-Zertifikat0 EuroDie Verschlüsselung ist bei praktisch jedem deutschen Hoster enthalten. Angaben von 40 bis 350 Euro im Jahr beziehen sich auf Zertifikatstypen, die ein kleines Unternehmen nicht braucht.
Wartung und Updates30 bis 300 Euro im MonatUpdates, Backups, Sicherheit, kleine Änderungen. Die Spanne ist groß, weil die günstigen Verträge meist nur automatische Updates enthalten.
Lizenzen100 bis 600 Euro im JahrKostenpflichtige Erweiterungen und Vorlagen laufen im Abo. Die ausgewerteten Seiten nennen diese Spanne für eine typische Unternehmenswebsite; eine schlank gebaute Website kommt mit weniger aus.

Was Wartung im Einzelnen umfasst und warum die Spanne von 30 bis 300 Euro so weit ist, steht auf der Seite zur Website-Betreuung. Ein Baukasten bündelt Hosting, Domain und Updates im Abo, was die Rechnung einfach macht, solange du bleibst. Beim Wechsel zu einem eigenen System nimmst du Texte und Bilder mit, das Design und die Technik jedoch nicht, sodass der Wechsel einer Neuerstellung gleichkommt.

Eine hohe Säule mit der Beschriftung einmalig neben fünf kleinen orangefarbenen Säulen auf einer Zeitleiste mit der Beschriftung laufend.
Zwei Preise, eine Rechnung: der Kaufpreis einmal, die laufenden Posten in jedem Monat der Laufzeit.

Erst die Summe aus beiden Preisen zeigt, was eine Website kostet. Keine der zehn ausgewerteten Anbieterseiten rechnet sie aus, dabei ist es einfache Arithmetik. Ein Rechenbeispiel mit ausdrücklich angenommenen Werten: Ein Baukasten für 25 Euro im Monat kostet über fünf Jahre 1.500 Euro, zuzüglich der eigenen Stunden für Aufbau und Pflege, die in keiner Rechnung stehen. Eine Website vom Freelancer für 3.500 Euro mit 15 Euro im Monat für Domain und Hosting und 50 Euro im Monat für die Wartung kostet über fünf Jahre 7.400 Euro. Ein Agenturprojekt für 12.000 Euro mit denselben 15 Euro für Domain und Hosting und 100 Euro im Monat für die Betreuung kostet über fünf Jahre 18.900 Euro. Setze deine eigenen Annahmen ein, und die Reihenfolge bleibt meist dieselbe, aber die Abstände ändern sich, sobald ein Baukasten nach zwei Jahren an seine Grenzen kommt und die Website ein zweites Mal gebaut wird.

Recht: was kostet und was erfunden ist

In vielen Preislisten steht ein Posten Rechtliches mit 30 bis 500 Euro, ohne dass erklärt wird, wofür. Drei Pflichten kommen infrage, und für jede gibt es einen Paragrafen, an dem du prüfen kannst, ob sie dich betrifft. Eine Rechtsberatung ersetzt dieser Abschnitt nicht.

Das Impressum ist Pflicht für jeden geschäftsmäßig angebotenen digitalen Dienst, also für jede Unternehmenswebsite. § 5 DDG verlangt Namen, Anschrift, eine E-Mail-Adresse für die schnelle Kontaktaufnahme, gegebenenfalls das Handelsregister und die Aufsichtsbehörde, und all das leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar. Das Impressum kostet eine Stunde Sorgfalt und keinen Aufpreis.

Ein Cookie-Banner ist keine Pflicht für jede Website. § 25 TDDDG verlangt eine Einwilligung, wenn Informationen auf dem Gerät des Besuchers gespeichert oder ausgelesen werden, und nimmt in Absatz 2 ausdrücklich die Speicherung aus, die unbedingt erforderlich ist, um den vom Nutzer gewünschten Dienst bereitzustellen. Eine Website ohne Analysewerkzeuge, ohne eingebettete Videos und ohne Werbepixel speichert nichts, was eine Einwilligung braucht, und kommt daher ohne Banner aus. Der Banner ist eine Folge von Entscheidungen, die du beim Bau triffst, und kein Bestandteil jeder Website.

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025 für Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr, also für Websites, auf denen ein Verbraucher einen Vertrag abschließt, etwa durch eine Online-Buchung oder einen Kauf. Nach § 3 Absatz 3 BFSG gilt die Pflicht nicht für Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, und § 2 Nummer 17 definiert ein Kleinstunternehmen als Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme. Eine Unternehmenswebsite, die informiert und zum Anruf führt, fällt damit in der Regel nicht unter das Gesetz. Angebote, die für Barrierefreiheit pauschal einen Aufschlag berechnen, setzen eine Pflicht voraus, die für die meisten kleinen Unternehmen nicht besteht. Wo die Grenze im Einzelfall liegt, erläutern die Leitlinien für Kleinstunternehmen, die das Bundesministerium für Arbeit und Soziales nach § 3 Absatz 3 BFSG erstellt; beraten lassen kannst du dich bei der Bundesfachstelle Barrierefreiheit. Barrierefrei zu bauen bleibt trotzdem sinnvoll, weil eine Website, die ohne Maus und mit Vorlesefunktion bedienbar ist, für jeden Besucher besser funktioniert; sie ist dann eine Entscheidung und keine Pflicht.

Was du liefern musst, damit der Festpreis hält

Ein Festpreis ist ein Versprechen unter Bedingungen, und die Bedingungen stehen selten im Angebot. Nach meiner Erfahrung entsteht ein Nachtrag fast nie durch die Technik, sondern dadurch, dass etwas nicht geliefert wurde, das der Preis vorausgesetzt hat; deshalb schreibe ich diese Lieferungen in jedes Angebot hinein. Fünf Lieferungen entscheiden darüber.

  • Texte: Entweder du lieferst sie fertig, oder du beauftragst sie. Ein Anbieter, der auf Texte wartet, wartet mit der ganzen Website, und der Preis hält nur, wenn im Angebot steht, wer sie schreibt.
  • Bilder: Eigene Fotos in ausreichender Auflösung oder ein vereinbartes Shooting. Stockfotos sind eine Notlösung, die das Vertrauen kostet, das die Website aufbauen soll.
  • Logo und Farben: Ein Logo als Vektordatei und die Farbwerte. Fehlt beides, entsteht nebenbei ein zweites Projekt.
  • Eine gebündelte Korrekturrunde: Anmerkungen gesammelt zu einem Termin statt über Wochen verteilt. Das Angebot sollte nennen, wie viele Korrekturrunden enthalten sind.
  • Ein Entscheider: Eine Person, die Freigaben erteilt. Sobald drei Personen abstimmen, verdoppelt sich die Zahl der Runden.

Wer diese fünf Punkte liefert, hat den größten Hebel auf den Preis in der Hand. Wer sie nicht liefern kann, sollte sie beauftragen und den Posten im Angebot sehen, statt ihn später als Nachtrag zu erhalten.

Was ein gutes Angebot auflistet

Ein Angebot, das sich vergleichen lässt, beantwortet die drei Fragen von oben und nennt dazu, was im Preis enthalten ist und was nicht. Diese acht Punkte sollten darin stehen, und wo einer fehlt, lohnt die Nachfrage vor der Unterschrift.

  1. Seitenzahl und Seitenliste

    Welche Seiten gebaut werden, mit Namen. Eine Zahl allein reicht nicht, weil eine Leistungsseite und ein Impressum nicht denselben Aufwand haben.

  2. Design: Vorlage, angepasst oder individuell

    Welche der drei Stufen gemeint ist und ob ein Entwurf zur Freigabe vorgelegt wird, bevor gebaut wird.

  3. Inhalte: wer liefert was bis wann

    Texte, Bilder, Logo. Mit Datum, weil der Zeitplan an dem Posten hängt, der am längsten braucht.

  4. Funktionen, einzeln benannt

    Kontaktformular, Terminbuchung, Mehrsprachigkeit, Shop. Jede Funktion mit eigenem Preis, damit du streichen kannst, was du nicht brauchst.

  5. Anzahl der Korrekturrunden

    Wie viele Runden enthalten sind und was eine zusätzliche Runde kostet.

  6. Hosting, Domain und Wartung nach dem Start

    Ob der Anbieter das übernimmt, was es im Monat kostet und ob du kündigen kannst, ohne die Website zu verlieren.

  7. Eigentum an Domain, Daten und Zugängen

    Die Domain läuft auf deinen Namen, die Zugänge zu Hosting und System gehören dir. Das ist der Punkt, der beim Anbieterwechsel über alles entscheidet.

  8. Gewährleistung und Übergabe

    Was nach dem Start noch behoben wird, wie lange, und ob du eine Einweisung in die Pflege der Inhalte erhältst.

Ein Angebot, das diese acht Punkte enthält, kann teurer sein als eines ohne sie und ist trotzdem das günstigere, weil du weißt, was du kaufst. Das gilt für einen Freelancer genauso wie für eine Agentur.

Häufige Fragen zu den Kosten einer Website

Was ist der Unterschied zwischen einer Homepage und einer Website?

Eine Website ist der gesamte Auftritt unter einer Domain mit allen Unterseiten. Die Homepage ist die Startseite dieser Website, und eine Webseite ist eine einzelne Seite davon. Im Sprachgebrauch und in vielen Preislisten steht Homepage für den ganzen Auftritt; wer eine Homepage erstellen lassen möchte, sollte die Kosten daher immer für den ganzen Auftritt erfragen und nicht für eine einzelne Seite.

Was kostet eine Website im Monat?

Die Kosten einer Website pro Monat hängen vom Weg ab. Für eine normale Unternehmenswebsite auf eigenem Hosting liegen Domain und Hosting zusammen bei etwa 6 bis 32 Euro im Monat, die Wartung je nach Umfang bei 30 bis 300 Euro. Ein Baukasten bündelt Hosting, Domain und Updates in einem Abo von etwa 10 bis 50 Euro im Monat, enthält aber keine Betreuung durch eine Person.

Was kostet eine professionelle Website mit 5 Seiten?

Für eine Unternehmenswebsite mit fünf Seiten nennen die im September 2026 ausgewerteten Anbieterseiten Spannen von 1.000 bis 5.000 Euro beim Freelancer und ab 5.000 Euro bei einer Agentur. Rechnerisch ergibt sich der Preis aus 40 bis 60 Stunden Arbeit mal einem Stundensatz zwischen 60 und 150 Euro, also 2.400 bis 9.000 Euro, je nachdem, wer Texte und Bilder liefert und ob das Design individuell ist.

Ist eine Homepage kostenpflichtig?

Domain und Hosting kosten immer etwas, auch wenn ein Anbieter mit einer kostenlosen Homepage wirbt; in diesem Fall zahlst du mit einer Adresse unter der Domain des Anbieters und mit dessen Werbung auf deiner Seite. Die Software selbst, etwa WordPress, ist kostenlos. Kostenpflichtig wird eine Website durch die Arbeit, die in ihr steckt, und durch den Betrieb.

Was kostet eine Website bei einem Homepage-Baukasten?

Die Tarife der großen Anbieter liegen laut Googles KI-Übersicht vom 16. September 2026 bei etwa 10 bis 50 Euro im Monat, je nach Paket; die genauen Preise ändern sich regelmäßig und stehen auf den Seiten der Anbieter. Im Preis enthalten sind Vorlage, Hosting und meist die Domain. Nicht enthalten sind deine Arbeitsstunden für Aufbau und Pflege und die Möglichkeit, die Website zu einem anderen Anbieter mitzunehmen.

Wie viel Geld kann man für eine Website verlangen?

Wer Websites baut, rechnet ehrlicherweise Stunden mal Stundensatz. Bei Stundensätzen von 60 bis 150 Euro und 40 bis 60 Stunden für eine Website mit fünf Seiten ergibt das 2.400 bis 9.000 Euro. Ein Preis darunter bedeutet weniger Stunden oder einen Stundensatz, von dem sich in Deutschland nicht leben lässt, und beides sollte im Angebot sichtbar sein.

Muss meine Website barrierefrei sein?

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025 für Websites, auf denen Verbraucher Verträge abschließen, etwa durch Online-Buchung oder Kauf. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme sind bei Dienstleistungen nach § 3 Absatz 3 BFSG ausgenommen. Eine Website, die nur informiert, fällt in der Regel nicht darunter; im Zweifel hilft die Beratung der Bundesfachstelle Barrierefreiheit.

Was kostet ein Webdesigner pro Stunde?

Webdesigner nennen einen Stundensatz, der in Deutschland für Webdesign und WordPress-Arbeit üblicherweise zwischen 60 und 150 Euro liegt. Der Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap nennt für Freelancer im DACH-Raum einen Durchschnitt von 103 Euro, wobei Webdesign nur ein Teil dieser Gruppe ist. Ein Angebot mit Festpreis lässt sich durch die Stundenzahl auf einen Stundensatz zurückrechnen.

Quellen

  • Preisspanne, Baukasten, Freelancer, Agentur, laufende Posten: Googles KI-Übersicht zur Suche „was kostet eine website“, Google Deutschland, Desktop, abgerufen am 16. September 2026.
  • Marktspannen für Vorlagen, Texte, Funktionen, Lizenzen: eigene Auswertung von 10 Anbieterseiten zu „was kostet eine website“ am 16. September 2026 (erste Ergebnisseite und Quellen der KI-Übersicht), Google Deutschland, Desktop.
  • Stundensätze, Hosting, Domain, Wartung: die Seite zur Website-Betreuung auf blixmedia.de.
  • Durchschnittlicher Stundensatz 103 Euro: freelancermap, Freelancer-Kompass 2026, Befragung vom 17. November 2025 bis 8. Februar 2026, rund 5.400 Teilnehmer, Freelancer im DACH-Raum.
  • Impressumspflicht: § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG), gesetze-im-internet.de.
  • Einwilligung bei Cookies: § 25 Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz (TDDDG), gesetze-im-internet.de.
  • Barrierefreiheit: Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), § 1 Absatz 3, § 2 Nummer 17 und § 3 Absatz 3, gesetze-im-internet.de; Leitlinien für Kleinstunternehmen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales nach § 3 Absatz 3 BFSG; Beratung durch die Bundesfachstelle Barrierefreiheit.
  • Zahl der .de-Domains: DENIC, Domainstatistik zum Jahresende 2025.

Alle Gesetzestexte wurden am 16. September 2026 in der Fassung auf gesetze-im-internet.de geprüft. Marktspannen sind Angaben der genannten Quellen zum genannten Datum, keine Preise von Blixmedia.

Zuletzt aktualisiert am 16. September 2026.

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