SEO-Kosten: was Betreuung, Beratung und Audit wirklich kosten

Kurz gesagt: Laufende SEO-Betreuung kostet in Deutschland grob zwischen 500 € und 5.000 € im Monat. Einzelne Beratung liegt meist bei 80 € bis 180 € pro Stunde, ein einmaliges Audit bei 800 € bis 3.000 €. Was du davon brauchst, hängt weniger an deiner Firmengröße als daran, wie viel jeden Monat wirklich passieren muss.
Warum niemand dir eine Zahl nennen will
Frag zehn Anbieter nach dem Preis für SEO, und du bekommst zehnmal „das kommt darauf an“. Der Grund dafür ist echt: SEO ist ein Bündel aus Technik, Inhalten, Struktur und Messung, und der Anteil verschiebt sich je nach Website.
Trotzdem lässt sich die Spanne benennen. Und wenn ein Anbieter sie nicht nennen will, bevor du ein Formular ausgefüllt hast, weißt du auch etwas.
Ich schreibe meinen Preis deshalb offen auf die Seite zur SEO-Betreuung. Nicht aus Mut, sondern weil es beiden Seiten Zeit spart.
Was kostet SEO im Monat?
Die laufende Betreuung ist das übliche Modell, weil Sichtbarkeit nur über Monate entsteht. Die Preise ordnen sich grob in drei Bereiche.
500 € bis 1.000 € im Monat
In dieser Klasse bekommst du meist ein paar Stunden Arbeit. Realistisch heißt das: Technik im Blick behalten, ein Beitrag im Monat, ein kurzer Bericht. Für eine kleine Website mit wenig Wettbewerb kann das reichen.
Achte darauf, was nicht enthalten ist. Wenn Texte extra kosten, ist der Monatspreis nur die Grundgebühr.
1.000 € bis 2.500 € im Monat
Hier beginnt Betreuung, die spürbar etwas bewegt. Mehrere Beiträge im Monat, Überarbeitung bestehender Seiten, interne Verlinkung, technische Arbeit und eine Messung, die diesen Namen verdient.
Für die meisten Dienstleister und Mittelständler ist das der Bereich, in dem sich die Investition rechnet.
Ab 2.500 € im Monat
Größere Websites, harter Wettbewerb, viele Unterseiten. Oder ein Anbieter, der alles selbst macht, statt zu koordinieren.
Meine eigene Betreuung liegt bei 2.500 € im Monat bei zwölf Monaten Mindestlaufzeit. Darin steckt der komplette Umfang, inklusive Texte, Videos, Google-Profil und KI-Sichtbarkeit.
Was kostet SEO pro Stunde?
Stundensätze liegen in Deutschland typischerweise zwischen 80 € und 180 €. Freiberufler starten unten, Agenturen mit mehreren Rollen liegen oben.
Ein Stundensatz allein sagt wenig. Wer 90 € nimmt und für dieselbe Aufgabe dreimal so lange braucht, ist teurer als jemand mit 150 €.
Nach Stunden abzurechnen lohnt sich bei klar abgegrenzten Aufgaben: ein Workshop, eine zweite Meinung, eine technische Untersuchung. Für laufende Arbeit ist es unpraktisch, weil du dann jeden Monat neu verhandelst.
Was kostet ein SEO-Audit?
Ein Audit ist eine Bestandsaufnahme mit Handlungsempfehlungen. Preise liegen meist zwischen 800 € und 3.000 €, je nach Umfang der Website.
Ein Audit hat einen Haken, über den selten jemand spricht: Am Ende hast du eine Liste, aber niemanden, der sie abarbeitet. Für viele Unternehmen landet die Liste in einem Ordner.
Sinnvoll ist ein Audit, wenn du ein internes Team hast, das umsetzen kann. Oder wenn du eine unabhängige Meinung zur Arbeit deiner Agentur brauchst.
Wovon der Preis wirklich abhängt
Vier Faktoren erklären fast jede Preisdifferenz.
- Ausgangslage: Eine technisch saubere Website mit guten Inhalten braucht weniger Aufholarbeit als ein zehn Jahre alter Baukasten.
- Wettbewerb: Ein Nischenanbieter braucht weniger Aufwand als jemand, der gegen Vergleichsportale antritt.
- Umfang der Website: Acht Seiten sind schneller in Ordnung gebracht als achthundert.
- Wer schreibt: Inhalte sind der größte Posten. Wenn du selbst schreibst, sinkt der Preis deutlich, aber deine Zeit steigt.
Was den Preis dagegen fast nie erklärt: die Größe deines Unternehmens. Ein Handwerksbetrieb mit fünf Leuten in einer umkämpften Stadt kann teurer sein als ein Mittelständler in einer Nische.
Was hinter dem Monatspreis steckt
Damit die Zahl greifbarer wird: So sieht ein Monat in meiner Betreuung aus.
| Arbeit | Was dabei passiert |
|---|---|
| Technik | Crawling, Indexierung und Ladezeit geprüft und gefixt |
| Neue Inhalte | Vier Beiträge recherchiert, geschrieben, veröffentlicht |
| Bestehende Seiten | Überarbeitung gegen die tatsächlich erreichten Rankings |
| Verlinkung | Interne Links entlang der Themencluster gesetzt |
| Strukturierte Daten | Markup gepflegt, damit Maschinen sauber auslesen |
| Google-Profil | Einträge, Bilder und Beiträge aktualisiert |
| Messung | Rankings, Klicks und Impressionen nach fester Methode |
| Gespräch | Zahlen durchgehen, nächsten Monat festlegen |
Rechne das in Stunden um, und der Monatspreis wird nachvollziehbar. Rechne es nicht um, und jede Zahl wirkt willkürlich.
Rechnet sich das für dich?
Entscheidend ist, was dich eine Anfrage wert ist.
Rechne mit drei Zahlen: Was verdienst du an einem durchschnittlichen Auftrag? Wie viele Anfragen brauchst du für einen Auftrag? Und wie viele Anfragen müsste die Website liefern, damit die Betreuung sich trägt?
Ein Beispiel: Wenn ein Auftrag dir 3.000 € Deckungsbeitrag bringt und jede vierte Anfrage zu einem Auftrag wird, dann reicht rechnerisch eine zusätzliche Anfrage im Monat, um eine Betreuung für 700 € zu tragen. Bei 2.500 € brauchst du entsprechend mehr, und dann muss der Kanal auch mehr liefern können.
Diese Rechnung ist grob, aber sie ist ehrlicher als jede Pauschalaussage. Und sie zeigt dir schnell, ob SEO für dein Geschäftsmodell überhaupt der richtige Kanal ist.
Woran du einen zu billigen Anbieter erkennst
Sehr günstige Angebote sind nicht automatisch schlecht. Aber es gibt Muster, bei denen ich vorsichtig wäre.
- Garantierte Platzierungen. Niemand kann Google eine Position zusagen.
- Feste Zahl an Backlinks pro Monat. Gekaufte Links sind ein Risiko, kein Ergebnis.
- Kein Zugriff auf deine eigene Search Console. Ohne Daten gibt es keine Messung.
- Berichte ohne Zeitraum und Quelle. Eine Zahl ohne Kontext beweist nichts.
- Texte im Paketpreis, aber niemand fragt dich nach Fachwissen. Dann kommt Austauschware.
Am teuersten sind meistens zwölf Monate Betreuung, die nichts bewegt haben.
Kannst du es selbst machen?
Ja, ein großer Teil davon. Die Grundlagen sind lernbar, und für viele kleine Websites bringt konsequente Eigenarbeit mehr als eine halbherzig bezahlte Betreuung.
Der harte Teil ist die Regelmäßigkeit über Monate. Wenn du anfangen willst, findest du in meiner Anleitung SEO selber machen die Reihenfolge, die ich auch bei Kunden verwende.
Häufige Fragen zu SEO-Kosten
Was kostet SEO für eine kleine Website?
Für eine Website mit fünf bis zehn Seiten und wenig Wettbewerb reichen oft 500 € bis 1.000 € im Monat, wenn du Inhalte selbst beisteuerst. Ohne eigene Zuarbeit liegt der realistische Einstieg höher, weil Texte den größten Teil des Aufwands ausmachen.
Ist SEO einmalig oder monatlich?
Technische Grundlagen lassen sich einmalig herstellen. Rankings nicht. Google bewertet laufend neu, und der Wettbewerb arbeitet weiter. Deshalb ist SEO in der Praxis eine monatliche Ausgabe, keine einmalige Investition.
Wie lange muss ich zahlen, bis sich etwas tut?
Erste Bewegung siehst du oft nach vier bis acht Wochen bei sehr genauen Suchanfragen. Spürbar mehr Anfragen kommen meist ab Monat drei bis sechs. Warum das so ist, erkläre ich im Beitrag Wie lange dauert SEO.
Lohnt sich eine Mindestlaufzeit für mich?
Für dich hat sie den Vorteil, dass niemand nach drei Monaten aufgibt, wenn die Kurve gerade anzieht. Achte darauf, dass die Laufzeit einen sachlichen Grund hat und du danach monatlich kündigen kannst.
Was kostet SEO für einen Onlineshop?
Shops liegen fast immer höher, oft im Bereich ab 2.000 € im Monat. Der Grund sind die vielen Kategorie- und Produktseiten, die technisch sauber und inhaltlich unterscheidbar sein müssen.
Sind Tools im Preis enthalten?
Bei mir ja. Frag bei anderen Anbietern nach, ob Lizenzkosten separat berechnet werden. Bei größeren Tools kommen sonst schnell 100 € bis 400 € im Monat dazu.
Zuletzt aktualisiert am 11. September 2026.


