Google KI-Modus: was er für dein Unternehmen ändert

Kurz gesagt: Der KI-Modus ist seit dem 8. Oktober 2025 ein zusätzlicher Reiter in der Google Suche, den ein Nutzer bewusst öffnet, um eine Frage im Gespräch zu klären, statt eine Trefferliste zu lesen. Für dein Unternehmen ändert er weniger, als die Überschriften vermuten lassen. Google schreibt in seiner eigenen Dokumentation, dass keine zusätzlichen technischen Anforderungen gelten, damit eine Seite in einer KI-Antwort verlinkt wird, und nennt fünf Maßnahmen, die du dir sparen kannst. Als Quelle infrage kommt die Seite, die bereits heute indexiert ist, eine Frage direkt beantwortet und deren Unternehmensangaben stimmen. Einen Schalter, den du umlegen müsstest, gibt es nicht.
Das Wichtigste in Kürze
- Seit dem 8. Oktober 2025 in Deutschland: Google hat den KI-Modus an diesem Tag in 36 weiteren Sprachen und mehr als 40 weiteren Ländern gestartet, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der KI-Modus ist damit in über 200 Ländern verfügbar.
- 3 Wege hinein, keiner davon automatisch: über google.com/ai, über den Reiter KI-Modus neben einer normalen Suche oder über die Google App. Die Übersicht mit KI erscheint dagegen ungefragt über den Treffern, in Deutschland seit März 2025.
- Keine zusätzlichen technischen Anforderungen: Eine Seite muss indexiert und für ein Snippet geeignet sein, mehr verlangt Google nicht. Keine Datei, kein Markup, kein Umschreiben für die KI.
- 5 Dinge, die Google ausdrücklich für unnötig erklärt: eine llms.txt, das Zerlegen von Inhalten in kleine Abschnitte, das Umschreiben nur für KI-Systeme, unauthentische Erwähnungen im Netz und den Zwang zu strukturierten Daten.
- Fragen sind zwei- bis dreimal so lang: Nach Googles Angaben stellen Nutzer im KI-Modus Fragen, die zwei- bis dreimal so lang sind wie eine übliche Suchanfrage. Die Antwort holt sich Google aus mehreren parallelen Suchen, die es selbst startet.
- Für Klicks gibt es keine Zahl, die auf dich passt: Weder Google noch eine Studie nennt, was der KI-Modus mit den Klicks eines deutschen Handwerksbetriebs macht. Messen kannst du es selbst, im Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen der Search Console.
- Über 1 Milliarde Nutzer im KI-Modus, über 2,5 Milliarden bei den Übersichten mit KI: So beziffert Google die monatliche Nutzung beider Funktionen. Die Übersicht ist damit die Funktion, die dein Unternehmen häufiger betrifft.
Dieser Beitrag richtet sich an dich als Inhaber eines Betriebs, einer Praxis oder einer Kanzlei in Kassel und Nordhessen, der den neuen Reiter in der Google Suche gesehen hat und wissen möchte, ob Kunden dich dort noch finden. Ich arbeite seit Jahren daran, dass Unternehmen aus der Region bei Google vorne stehen, und habe die Antworten für diesen Text nicht aus Fachblogs, sondern aus Googles eigenen deutschsprachigen Unterlagen zusammengetragen, Stand 16. September 2026.

Was ist der Google KI-Modus?
Der KI-Modus, international Google AI Mode genannt, ist eine Funktion der Google Suche, die eine Frage nicht mit einer Liste von Treffern beantwortet, sondern mit einem zusammenhängenden Text, der Links zu den verwendeten Webseiten enthält und auf den du Folgefragen stellen kannst. Google beschreibt ihn als seine leistungsstärkste KI-Suchfunktion. Technisch läuft im Hintergrund eine für die Suche angepasste Version der Gemini-Modelle; die aktuelle Hilfeseite nennt für die Einstellung Pro das Modell Gemini 3 Pro und für den Standard ein Modell namens Fast. Die Versionsnummer wechselt regelmäßig und spielt für dein Unternehmen keine Rolle, weil die Quellen in beiden Fällen aus demselben Suchindex kommen.
Du erreichst den KI-Modus auf 3 Wegen: über die Adresse google.com/ai, über den Reiter KI-Modus, der nach einer normalen Suche neben Alle, Bilder und Videos erscheint, oder über die Schaltfläche KI-Modus in der Google App auf dem Handy. Ein Google-Konto brauchst du zum Öffnen nicht; erst der Verlauf und die persönlichen Vorschläge setzen eine Anmeldung voraus. Wer den Reiter nicht sieht, ist meist in einem Land, einer Sprache oder auf einem Gerät unterwegs, für das die Freigabe noch nicht vollständig ist, und kann google.com/ai direkt aufrufen. Der Grundmodus kostet nichts extra, weil er Teil der Google Suche ist. Für die Einstellung Pro mit dem Modell Gemini 3 Pro gelten tägliche Nutzungslimits; wer das Limit erreicht, wartet bis zum Zurücksetzen oder nutzt ein Abonnement für Google AI. Die Einstellung Pro läuft laut Googles Hilfeseite auf Englisch und ist an eine Länderliste gebunden, in der Deutschland fehlt. Abonnenten von Google AI ab 18 Jahren erhalten den Zugang unabhängig von dieser Liste.
Aus dem KI-Modus kommst du heraus, indem du einen anderen Reiter wählst, etwa Alle. Der Modus war nie für dich eingeschaltet, er war ein Angebot. Genau diese Eigenschaft ist der Schlüssel für die Frage, was er für dein Unternehmen bedeutet.
Worin unterscheidet sich der KI-Modus von der Übersicht mit KI?
Die Übersicht mit KI, im Alltag oft KI-Übersicht genannt, erscheint seit März 2025 in Deutschland bei bestimmten Suchanfragen von allein oberhalb der normalen Treffer, mit der Liste der Links und den Anzeigen darunter. Der KI-Modus erscheint nur, wenn ein Nutzer den Reiter wählt, und ersetzt die Trefferliste durch eine Antwort im Gespräch. Für dein Unternehmen ist der Unterschied entscheidend: Die Übersicht betrifft jede Suche, bei der Google sie für hilfreich hält, der KI-Modus nur die Nutzer, die ihn öffnen.
| Merkmal | Übersicht mit KI | KI-Modus |
|---|---|---|
| In Deutschland seit | März 2025 | 8. Oktober 2025 |
| Erscheint | von allein, wenn Google sie für hilfreich hält | nur, wenn der Nutzer den Reiter oder google.com/ai öffnet |
| Trefferliste | bleibt darunter sichtbar, samt Anzeigen | wird durch die Antwort ersetzt; Google zeigt Suchergebnisse, wenn es unsicher ist |
| Folgefragen | nicht vorgesehen | Kern der Funktion |
| Links zu Quellen | ja, als Karten und im Text | ja, im Text und in Quellenkästen |
| Nutzer pro Monat laut Google | über 2,5 Milliarden | über 1 Milliarde |
| Anforderung an deine Seite | indexiert, snippetfähig | indexiert, snippetfähig |

Woher nimmt der KI-Modus seine Antworten?
Der KI-Modus zerlegt eine Frage in Teilfragen, startet dafür gleichzeitig mehrere Suchen im normalen Google-Index und setzt die Antwort aus den Seiten zusammen, die diese Suchen liefern. Google nennt das parallele Anfrageverarbeitung, in englischen Texten Query Fan-out. Die Antwort enthält anklickbare Links zu den Seiten, aus denen die Informationen stammen, und Google gibt an, dass auf diese Weise eine größere und vielfältigere Auswahl an Links erscheint als bei einer klassischen Suche.
Ein Beispiel aus deinem Alltag zeigt, was das bedeutet. Fragt jemand im KI-Modus, warum die Dachrinne am Haus undicht ist und was zu tun sei, sucht Google im Hintergrund nach Ursachen für undichte Dachrinnen, nach den Kosten einer Reparatur und nach Dachdeckern in der Nähe. Die Seite, die eine dieser Teilfragen sachlich beantwortet, kann verlinkt werden, auch wenn sie die ganze Frage nie behandelt hat. Ein Dachdecker in Kassel mit einer Seite, die erklärt, woran man eine undichte Rinne erkennt und was eine Reparatur ungefähr kostet, ist deshalb im KI-Modus genauso auffindbar wie in der normalen Suche. Google betont zugleich, dass Indexierung und Ausspielung nicht garantiert sind. Das gilt für die Trefferliste seit jeher ebenso.

Bekommt dein Unternehmen im KI-Modus noch Klicks?
Eine belastbare Zahl dafür gibt es nicht. Google veröffentlicht keine Klickraten für den KI-Modus und nennt nur zwei eigene Beobachtungen: Klicks von Seiten mit Übersichten mit KI seien von höherer Qualität, weil Nutzer mit höherer Wahrscheinlichkeit mehr Zeit auf der Website verbrächten, und Nutzer besuchten dank der Übersichten ein größeres Spektrum an Websites. Beide Aussagen stammen von Google über Google. Auf der anderen Seite berichtete tagesschau.de unter Berufung auf das Handelsblatt von einer Auswertung des Analyseunternehmens Similarweb, nach der der Anteil der Nutzer, die auf keinen weiterführenden Link mehr klicken, teilweise um mehr als zehn Prozentpunkte gestiegen sei. Diese Auswertung betrifft Nachrichtenseiten, nicht Handwerksbetriebe, Praxen oder Kanzleien.
Was du stattdessen hast, ist ein eigener Messwert. Google zählt Klicks und Impressionen aus dem KI-Modus und aus Übersichten mit KI in der Search Console zum normalen Suchtraffic im Suchtyp Web und stellt einen eigenen Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen bereit, der zeigt, wie viele Impressionen und Klicks deine Seiten aus diesen Funktionen erhalten. Dort steht die Zahl, die für dich zählt, und nicht in einer Auswertung über Nachrichtenseiten. Wer dir eine Prozentzahl für den Klickverlust deines Betriebs nennt, hat sie geschätzt.
Ich habe für diesen Beitrag die 10 Seiten ausgewertet, die bei Google für die Suche nach dem KI-Modus am 16. September 2026 vorne stehen. Alle 10 erklären, was der Modus ist, 4 erklären, wie man ihn aktiviert, und 3 behandeln die Folgen für Klicks. Keine einzige nennt das Unternehmensprofil, den Bericht in der Search Console oder Googles eigenen Leitfaden zur Suche mit generativer KI. Die Frage, die du dir stellst, beantwortet dort niemand.

Was musst du jetzt ändern, und was nicht?
Technisch musst du nichts ändern, und fünf der Maßnahmen, die dir derzeit angeboten werden, nennt Google selbst unnötig. Google hat am 15. Juli 2026 seinen Leitfaden zur Optimierung für die Suche mit generativer KI aktualisiert und darin einen eigenen Abschnitt mit dem Titel Was du nicht tun musst veröffentlicht. Er widerspricht einem großen Teil der Ratschläge, die derzeit zum KI-Modus im Umlauf sind. Die 5 Punkte daraus stehen hier, ergänzt um die Warnung vor Drittanbietertools aus demselben Leitfaden, damit du kein Geld für Dinge ausgibst, die Google selbst als unnötig bezeichnet.
Keine llms.txt und kein Spezial-Markup
Du musst keine neuen maschinenlesbaren Dateien, KI-Textdateien oder Markdown-Dateien anlegen, damit deine Seite in der Google Suche und ihren KI-Funktionen erscheint. Google schreibt dazu, dass die Suche solche Dateien selbst nicht verwendet.
Kein Zerlegen in kleine Abschnitte
Inhalte müssen nicht in winzige Häppchen aufgeteilt werden, damit die KI sie versteht. Google hält fest, dass es keine ideale Seitenlänge gibt. Ein zusammenhängender Text, der eine Frage vollständig beantwortet, bleibt richtig.
Kein Umschreiben nur für die KI
Du musst nicht extra wegen der Suche mit generativer KI auf eine bestimmte Weise schreiben. Was ein Kunde beim ersten Lesen versteht, versteht auch das Modell, das die Seite für eine Antwort heranzieht.
Keine unauthentischen Erwähnungen
Unauthentische Erwähnungen im Netz zu erzeugen, um in KI-Antworten vorzukommen, ist laut Google nicht so hilfreich, wie es scheint. Für die Qualitätssysteme zählen echte Nennungen, nicht platzierte.
Kein Zwang zu strukturierten Daten
Strukturierte Daten sind für die Suche mit generativer KI nicht erforderlich, und es gibt kein spezielles Markup, das du dafür hinzufügen müsstest. Sie bleiben sinnvoll für Rich-Ergebnisse, aber sie sind keine Eintrittskarte in den KI-Modus.
Kein Tool mit angeblich internen Google-Daten
Google warnt im selben Leitfaden vor Drittanbietertools, die Ranking-Erfolg versprechen oder angeblich interne Google-Messwerte verwenden. Kein Drittanbieter hat Zugriff auf die Ranking- oder KI-Systeme; die einzige Quelle für deine Zahlen ist die Search Console.
Die andere Hälfte des Leitfadens beschreibt, was Google für die KI-Funktionen empfiehlt, und es sind dieselben Grundlagen wie für die normale Suche. In dieser Reihenfolge gehe ich sie mit meinen Kunden durch.
Prüfen, ob die Seite indexiert und snippetfähig ist
Das ist die einzige technische Bedingung, die Google nennt. Die URL-Prüfung in der Search Console zeigt dir, ob eine Seite im Index ist. Zudem muss das Crawling in der robots.txt und bei jedem vorgeschalteten Dienst wie einer Firewall oder einem CDN erlaubt sein, sonst fällt die Seite still aus allen KI-Funktionen heraus.
Die Frage im ersten Absatz beantworten, als Text
Google verlangt, dass wichtige Inhalte in Textform vorliegen; Bilder und Videos ergänzen den Text, ersetzen ihn aber nicht. Eine Seite, die Preis, Ablauf oder Dauer einer Leistung in den ersten Sätzen nennt, liefert genau das Stück, das die parallele Anfrageverarbeitung sucht.
Eigene Erfahrung statt Allgemeinwissen
Der Leitfaden nennt allgemeine Inhalte, die jeder hätte schreiben können, als das, was in KI-Antworten nur wiederholt wird, und erfahrungsbasierte Inhalte als das, was eine eigene Perspektive bietet. Ein Bericht darüber, was bei einer konkreten Sanierung in Kassel schiefging und was es gekostet hat, ist mehr wert als sieben allgemeine Tipps.
Unternehmensprofil und Angaben aktuell halten
Google nennt das Unternehmensprofil ausdrücklich als Quelle, aus der KI-Antworten Informationen zu lokalen Unternehmen ziehen können. Öffnungszeiten, Leistungen, Adresse und Telefonnummer müssen dort mit deiner Website übereinstimmen.
Interne Links setzen
Google führt die Auffindbarkeit über interne Links als eigene Empfehlung für KI-Funktionen. Eine Seite, auf die keine andere Seite deiner Website verweist, wird seltener gecrawlt und seltener herangezogen.
Im Leistungsbericht nachsehen
Der Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen in der Search Console zeigt, wie viele Impressionen und Klicks deine Seiten aus Übersichten mit KI und dem KI-Modus erhalten. Einmal im Monat reicht, um zu erkennen, ob sich etwas bewegt.
Ob diese 6 Punkte bei deiner Website erfüllt sind, lässt sich in einer Stunde prüfen, und die meisten Betriebe scheitern nicht an der Technik, sondern an Seiten, die keine Frage beantworten. Sprich mit mir über deine Sichtbarkeit in der Google Suche, wenn du wissen möchtest, wo deine Seiten heute stehen. Was ich dabei mache, steht auf der Seite zur Sichtbarkeit in KI-Antworten.
Was heißt das für ein lokales Unternehmen in Kassel?
Für einen Betrieb, der Kunden aus Kassel und dem Umland bedient, verschiebt der KI-Modus das Gewicht zu den Angaben, die Google ohnehin über dich hat. Googles Leitfaden führt lokale Unternehmen in einem eigenen Abschnitt und erklärt, dass KI-Antworten Informationen zu lokalen Unternehmen enthalten können, wenn diese über das Unternehmensprofil gepflegt werden. Eine Anfrage wie die nach einem Zahnarzt, der samstags Termine anbietet, beantwortet der KI-Modus aus genau diesen Daten. Wie du das Profil so einrichtest, dass es diese Fragen beantwortet, steht im Beitrag zum Google Unternehmensprofil.
Rezensionen gehören dazu. Sie sind Text, sie liegen bei Google, und sie beschreiben Erfahrungen aus erster Hand, also das, was der Leitfaden als wertvoll bezeichnet. Wer eine negative Bewertung stehen lässt, ohne öffentlich zu antworten, überlässt der KI die Zusammenfassung; wie du damit umgehst, habe ich im Beitrag zur negativen Google-Bewertung beschrieben. Ergänzend nennt Google einen Verkaufsassistenten, einen Konversationsmodus in der Suche, über den Kunden mit einem Unternehmen chatten können; für einen Handwerksbetrieb in Nordhessen ist das heute noch kein Thema, für einen Onlineshop möglicherweise bald.
Ob und wann Anzeigen im KI-Modus erscheinen, sagt Google in seinen deutschsprachigen Unterlagen bislang nicht. Wer dir etwas anderes erzählt, sollte die Quelle nennen können.
Kannst du deine Website aus dem KI-Modus herausnehmen?
Ja, aber nur mit den Mitteln, die dich auch aus der normalen Suche nehmen. Google erklärt, dass KI fester Bestandteil der Suche ist und deshalb dieselben Steuerungen gelten wie immer: die robots.txt für das Crawling und die Anweisungen nosnippet, data-nosnippet, max-snippet und noindex für die Anzeige. Wer mit noindex aus dem KI-Modus verschwindet, verschwindet auch aus der Trefferliste. Einen Schalter, der nur die KI-Antworten betrifft, gibt es in der Website selbst nicht.
Einen solchen Schalter testet Google derzeit in der Search Console, zunächst bei einer ausgewählten Gruppe von Website-Betreibern in Großbritannien. Websites, die sich dort gegen die Ausspielung entscheiden, erhalten aus den KI-Funktionen keine Zugriffe und keine Impressionen mehr; die Einstellung wird laut Google nicht als Ranking-Signal für die klassischen Suchergebnisse genutzt. In Deutschland ist diese Funktion noch nicht verfügbar. Ein Grund, sie zu nutzen, ergibt sich für ein lokales Unternehmen ohnehin nicht, weil jeder Link in einer KI-Antwort ein Kunde sein kann, der dich sonst nicht gesehen hätte.
Ist AEO oder GEO etwas anderes als SEO?
Nach Googles eigener Einordnung nicht. Der Leitfaden greift die Begriffe Answer Engine Optimization und Generative Engine Optimization auf und hält fest, dass viele der dazu angebotenen Tricks nicht wirksam sind oder von der Funktionsweise der Suche nicht unterstützt werden. Aus Sicht der Google Suche ist die Optimierung für die Suche mit generativer KI eine Optimierung für die Suche insgesamt und damit weiterhin Suchmaschinenoptimierung. Google warnt zudem vor Drittanbietertools, die Ranking-Erfolg versprechen oder angeblich interne Google-Messwerte verwenden, weil kein Drittanbieter Zugriff auf die Ranking- oder KI-Systeme hat.
Was hinter den Begriffen steckt und wo sie sich unterscheiden, habe ich in den Beiträgen zur GEO-Optimierung und zum Unterschied zwischen SEO, GEO und AEO beschrieben. Für die Entscheidung, was du beauftragst, reicht ein Satz aus Googles Leitfaden: Viele Inhalte in der Google Suche, einschließlich der KI-Funktionen, sind ohne offensichtliche Suchmaschinenoptimierung erfolgreich. Was dich in den KI-Modus bringt, ist die Seite, die eine Kundenfrage besser beantwortet als die Seiten der Wettbewerber, und das war vor dem 8. Oktober 2025 genauso.
Häufige Fragen zum Google KI-Modus
Wie kann ich den Google KI-Modus aktivieren?
Der KI-Modus muss nicht eigens aktiviert werden. Du öffnest ihn über google.com/ai, über den Reiter KI-Modus, der nach einer Suche neben Alle erscheint, oder über die Schaltfläche KI-Modus in der Google App auf dem Handy. Ein Google-Konto ist zum Öffnen nicht nötig, nur für den Verlauf und persönliche Vorschläge.
Warum fehlt bei mir der Google KI-Modus?
Google gibt die Funktion nach Land, Sprache, Gerät und Konto gestaffelt frei, sodass der Reiter nicht überall gleichzeitig erscheint. In Deutschland ist er seit dem 8. Oktober 2025 verfügbar. Wer ihn in der Suche nicht sieht, ruft google.com/ai direkt auf oder aktualisiert die Google App.
Ist der KI-Modus bei Google kostenlos?
Der Grundmodus kostet nichts extra, weil er Teil der Google Suche ist, und Google verlangt kein Abonnement, um ihn zu öffnen. Für die Einstellung Pro mit dem Modell Gemini 3 Pro gelten tägliche Nutzungslimits; wer das Limit erreicht, wartet bis zum Zurücksetzen oder nutzt ein Abonnement für Google AI. Die Einstellung Pro läuft laut Googles Hilfeseite auf Englisch und ist an eine Länderliste gebunden, in der Deutschland fehlt. Abonnenten von Google AI ab 18 Jahren erhalten den Zugang unabhängig von dieser Liste.
Wie kann ich den Google KI-Modus deaktivieren oder verlassen?
Du wählst einen anderen Reiter, etwa Alle, oder startest die Suche neu über google.com. Den KI-Modus deaktivieren musst du nicht, weil er keine Einstellung ist, sondern ein Reiter, den du öffnest oder nicht. Die Übersicht mit KI oberhalb der normalen Treffer erscheint dagegen von allein; einen eigenen Schalter dafür nennt Google in seinen Hilfeseiten nicht.
Wie heißt die KI hinter dem Google KI-Modus?
Der KI-Modus läuft auf einer für die Suche angepassten Version von Googles Gemini-Modellen. Die Hilfeseite nennt für die Einstellung Pro das Modell Gemini 3 Pro und für den Standard ein Modell namens Fast. Die Versionsnummer ändert sich regelmäßig und hat keinen Einfluss darauf, ob deine Website in einer Antwort verlinkt wird.
Seit wann gibt es den KI-Modus in Deutschland?
Seit dem 8. Oktober 2025. An diesem Tag hat Google den KI-Modus in 36 weiteren Sprachen und mehr als 40 weiteren Ländern gestartet, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die Übersicht mit KI gibt es in Deutschland bereits seit März 2025.
Muss ich meine Website für den KI-Modus umbauen?
Nein. Google schreibt, dass keine zusätzlichen technischen Anforderungen gelten und keine speziellen Optimierungen nötig sind. Eine Seite, die indexiert und für ein Snippet geeignet ist, kann in einer KI-Antwort verlinkt werden. Dateien wie eine llms.txt, spezielles Markup oder ein Umschreiben für die KI verwendet die Google Suche nach eigener Angabe nicht.
Wo sehe ich, ob meine Seiten im KI-Modus erscheinen?
In der Search Console. Klicks und Impressionen aus dem KI-Modus und aus Übersichten mit KI zählen dort zum Suchtyp Web, und der Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen zeigt, wie viele Impressionen und Klicks deine Seiten aus diesen Funktionen erhalten. Ein Drittanbietertool hat nach Googles Angabe keinen Zugriff auf diese Daten.
Speichert der KI-Modus meine Suchanfragen?
Wer angemeldet ist, findet seine Fragen im KI-Modus-Verlauf und kann sie dort einzeln oder vollständig löschen; gelöschte Einträge verschwinden nach Googles Angabe in weniger als 24 Stunden aus Meine Aktivitäten. Ob Suchanfragen zur Verbesserung der Modelle verwendet werden, steuert die Einstellung Web- und App-Aktivitäten im Google-Konto.
Quellen
- Funktionsweise, Zugang, Modelle, Verlauf: Google Suche-Hilfe, „Mit dem KI-Modus in der Google Suche KI-basierte Antworten erhalten“.
- Technische Anforderungen, Steuerung, Messung: Google Search Central, „KI-Funktionen und deine Website“, Stand 31. Dezember 2025.
- Was du nicht tun musst, lokale Unternehmen, Leistungsbericht: Google Search Central, „Leitfaden zur Optimierung für die Suche mit generativer KI“, Stand 15. Juli 2026.
- Start in Deutschland, Sprachen und Länder, Länge der Fragen: Google Deutschland Blog, „Der KI-Modus startet in Deutschland, Österreich und der Schweiz“, 8. Oktober 2025.
- Nutzerzahlen, neue Steuerung in der Search Console, Test in Großbritannien: Google Deutschland Blog, „Neue Möglichkeiten, mehr Kontrolle und tiefere Einblicke für Website-Betreiber“.
- Übersicht mit KI seit März 2025, Similarweb-Auswertung: tagesschau.de, „KI-Modus in Google-Suche startet in Deutschland“, 8. Oktober 2025, unter Berufung auf das Handelsblatt.
- Auswertung der 10 bestplatzierten Seiten: eigene Erhebung am 16. September 2026, Google Deutschland, Desktop, Suche nach „google ki modus“.
Alle Google-Belege wurden am 16. September 2026 in der deutschen Fassung der jeweiligen Seite geprüft. Wo eine Angabe von einem Medium und nicht von Google stammt, steht das oben ausdrücklich dabei.
Zuletzt aktualisiert am 16. September 2026.


