Von 150 auf 2.145 Klicks im Monat: SEO für eine Kanzlei, deren Texte juristisch genau waren und für Mandanten trotzdem schwer zu lesen

Den Namen des Kunden nenne ich nicht, die Zahlen sind unverändert. Alle Werte stammen aus der Google Search Console des Kunden, Zeitraum 01.09.2025 bis 28.02.2026.

Besprechungstisch einer Kanzlei mit Akten, Brille und einer Justitia-Figur

Die Kanzlei für Arbeitsrecht in Berlin war fachlich stark und gut ausgelastet. Die Mandate kamen über Empfehlungen, in der Google-Suche war die Kanzlei kaum sichtbar: 150 Klicks im Monat, in einem Markt, in dem große Portale jede zweite Frage beantworten.

Wer eine Kündigung erhalten hat, sucht zuerst bei Google und formuliert seine Frage in Alltagssprache. Die Kanzlei antwortete in der Sprache der Akte.

Die Ausgangslage

Zu Beginn der Betreuung habe ich drei Schwachstellen vorgefunden.

Fachsprache auf Seiten für Laien

Die Inhalte waren juristisch einwandfrei und für Betroffene schwer zu lesen. Wer nach der Höhe einer Abfindung sucht, braucht die Antwort im ersten Absatz und in gewohnter Sprache.

Kein klarer nächster Schritt

Die Informationsseiten endeten nach der Erklärung. Es fehlte der Satz, der Betroffene in die Erstberatung führt.

Keine strukturierten Daten

Die Seiten der Kanzlei trugen keine strukturierten Daten im Quelltext. Damit fehlten Google die ausdrücklichen Hinweise, mit denen eine Website selbst angibt, worum es auf einer Seite geht.

Meine Arbeit für die Kanzlei

Ich habe die Kanzlei sechs Monate laufend betreut, mit dem Schwerpunkt auf verständlichen Antworten.

Die Ratgeber in Alltagssprache neu geschrieben

Jeder Beitrag beginnt jetzt mit der Antwort, danach folgt die Begründung. Der Beitrag zur Berechnung einer Abfindung rechnet zuerst einen Beispielfall durch, bevor er die Rechtslage erklärt.

FAQ-Auszeichnung ergänzt

Die häufigsten Fragen habe ich im Quelltext als Frage und Antwort ausgezeichnet. Ein besonderes Suchergebnis mit diesen Fragen konnte ich davon nicht erwarten: Google zeigte solche Ergebnisse seit August 2023 nur noch für bekannte Websites von Behörden und aus dem Gesundheitsbereich und zeigt sie seit dem 7. Mai 2026 gar nicht mehr. Als Antwortkasten über den Ergebnissen kann ich eine Seite ebenfalls nicht auszeichnen, denn welche Seite dort erscheint, bestimmen Googles Systeme.

Autorenprofile der Anwälte ausgebaut

Jeder Beitrag trägt den Namen der Fachanwältin oder des Fachanwalts, samt Werdegang und Schwerpunkten. Eine Kündigung kann die finanzielle Lage eines Menschen erheblich verändern. Bei solchen Themen legt Google nach eigenen Angaben noch mehr Gewicht auf Inhalte, die Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit erkennen lassen.

Die Ergebnisse

150 → 2.145Klicks pro Monat
6.065Klicks in sechs Monaten
195.400Impressionen
38,4 → 12,1Durchschnittsposition
Klicks je Monat
1502.145SepOktNovDezJanFeb
Google Search Console, 01.09.2025 bis 28.02.2026

Die Kurve steigt ab dem zweiten Monat, weil die ersten überarbeiteten Ratgeber sofort auf bereits vorhandene Nachfrage trafen. Auch die Durchschnittsposition hat sich verbessert: Sie sank von 38,4 auf 12,1, und eine kleinere Zahl bedeutet einen Platz weiter oben in den Ergebnissen.

Die Erkenntnis aus diesem Fall

Bei Rechtsthemen entscheidet die Verständlichkeit über die Sichtbarkeit. Eine Antwort, die ein Betroffener beim ersten Lesen versteht, wird von Google genauso belohnt wie von der Person, die sie sucht.

Die Mandanten kommen jetzt schon vorinformiert zu uns in die Erstberatung.

Wie steht deine Website gerade da?

Schreib mir, woran du arbeitest und wo es klemmt. Ich sehe mir deine Seite an und melde mich in zwei Werktagen.

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