Website bringt keine Kunden? 7 Gründe und was du dagegen tun kannst

Du hast eine Website. Sie sieht okay aus. Vielleicht hast du sogar ordentlich Geld dafür bezahlt. Aber es passiert nichts. Kein Anruf, keine Anfrage, kein neuer Kunde.

Das geht vielen so. Die meisten Websites von lokalen Betrieben bringen schlicht keine Kunden. Nicht weil eine Website grundsätzlich nichts bringt, sondern weil ein paar Dinge falsch laufen, die sich beheben lassen.

Hier sind die 7 häufigsten Gründe dafür. Und was du dagegen tun kannst.

7 Gründe, warum deine Website keine Kunden bringt

01

Deine Website wird bei Google nicht gefunden

Das ist mit Abstand der häufigste Grund. Deine Website existiert, aber niemand sieht sie.

Wenn jemand „Elektriker Kassel“ oder „Maler in meiner Nähe“ googelt und du nicht auf Seite 1 erscheinst, existierst du für diese Person nicht. 93% aller Online-Erfahrungen beginnen bei einer Suchmaschine. Wer dort nicht auftaucht, bekommt keine Anfragen.

Meistens fehlt Suchmaschinenoptimierung (SEO). Keine lokalen Keywords, keine saubere Seitenstruktur, kein Plan.

Die Lösung: Deine wichtigsten Seiten auf die Begriffe optimieren, die deine Kunden tatsächlich bei Google eintippen. Nicht Fachbegriffe, die nur du kennst.
02

Deine Website ist zu langsam

3 Sekunden. Länger wartet niemand. Wenn deine Website mehr braucht, ist der Besucher weg. Beim Wettbewerber.

Die üblichen Verdächtigen: zu große Bilder, billiges Hosting, ein aufgeblähtes Theme mit Dutzenden Plugins, die kein Mensch braucht.

Die Lösung: Bilder komprimieren (WebP), ordentliches Hosting, überflüssiges Zeug raus. Technisch, aber nicht kompliziert.
03

Deine Texte sprechen niemanden an

„Willkommen auf unserer Website. Wir sind ein traditionsreiches Unternehmen mit langjähriger Erfahrung und legen großen Wert auf Qualität und Kundenzufriedenheit.“

Kommt dir bekannt vor? Solche Texte stehen auf tausenden Websites und sagen genau nichts. Jeder behauptet, Qualität zu liefern. Was dein Kunde wissen will: Was machst du konkret? Für wen? Und warum sollte er ausgerechnet dich anrufen?

Der Fehler: Texte werden aus der eigenen Perspektive geschrieben. Besser: die Probleme des Kunden direkt ansprechen.

Besser so: Statt „Wir bieten professionelle Elektroinstallationen“ lieber „Deine Steckdosen sind veraltet und unsicher? Wir bringen deine Elektrik auf den neuesten Stand. Sauber, schnell, Festpreis.“
04

Kein klarer Handlungsaufruf

Dein Besucher ist auf deiner Website. Er findet dich interessant. Und jetzt? Wenn er nicht sofort sieht, wie er dich erreichen kann, ist er wieder weg.

Ich sehe das ständig: Telefonnummer irgendwo im Impressum versteckt. Kontaktformular erst nach 5 Klicks erreichbar. Kein einziger „Jetzt anfragen“-Button auf der ganzen Seite.

Die Lösung: Telefonnummer sichtbar in den Header. Ein auffälliger Anfrage-Button auf jeder Seite. Auf dem Handy Click-to-Call, damit der Kunde mit einem Tipp anrufen kann.
05

Kein Google Unternehmensprofil

Dein Google Unternehmensprofil (früher „Google My Business“) ist deine Visitenkarte in der Google-Suche. Wenn du keins hast oder es halb leer rumsteht, verschenkst du die einfachsten Anfragen.

Bei lokalen Suchen zeigt Google ganz oben das „Local Pack“, also drei Unternehmen mit Karte und Bewertungen. Wer dort nicht auftaucht, den sehen die meisten Suchenden gar nicht erst.

Was hilft: Profil komplett ausfüllen, regelmäßig Fotos hochladen, aktiv um Bewertungen bitten und auf jede einzelne antworten.
06

Deine Website ist nicht mobilfreundlich

Über 60% der lokalen Suchen kommen vom Smartphone. Wenn deine Website auf dem Handy schlecht aussieht (zu kleine Schrift, kaputte Bilder, winzige Buttons), verlierst du mehr als die Hälfte der Leute, die dich eigentlich gefunden haben.

Oft liegt es an einem veralteten Template, das 2018 vielleicht mal gut war und seitdem niemand mehr angefasst hat.

Die Lösung: Deine Website muss auf dem Smartphone genauso gut funktionieren wie am Rechner. Nicht „irgendwie dargestellt werden“, sondern tatsächlich benutzbar sein.
07

Kein Vertrauen, keine Beweise

Stell dir vor, du suchst einen Dachdecker. Du findest zwei Websites. Die eine zeigt echte Fotos von Baustellen, hat 47 Google-Bewertungen mit 4,8 Sternen, und der Inhaber stellt sich mit Foto vor. Die andere zeigt Stock-Fotos von lächelnden Models und null Bewertungen.

Wen rufst du an?

Keine echten Projektfotos, keine Bewertungen, kein Gesicht hinter dem Betrieb: Das ist für viele Websites das eigentliche Problem. Ein Foto von einer fertigen Baustelle überzeugt mehr als drei Absätze Text über „Qualität und Zuverlässigkeit“.

Der häufigste Fehler: „Die Website ist doch online“

Viele denken: Website bauen lassen, online stellen, fertig. Die Kunden kommen dann schon.

Das ist ungefähr so, als würdest du einen Laden eröffnen, das Schild vergessen und dich wundern, warum niemand reinkommt.

Eine Website, die online ist, ist nicht automatisch sichtbar. Damit sie tatsächlich Kunden bringt, muss sie:

Fehlt auch nur einer dieser Punkte, gehen dir Kunden verloren. Auch wenn die Seite technisch einwandfrei läuft.

Was eine Website können muss, damit sie Kunden bringt

Websites, die tatsächlich Anfragen bringen, haben ein paar Dinge gemeinsam:

Sie tauchen bei Google auf, wenn jemand nach dem Gewerk + Ort sucht. Sie laden schnell (unter 3 Sekunden). Der Besucher versteht sofort, was angeboten wird. Es gibt echte Fotos und echte Bewertungen. Und auf jeder Seite ist klar, was man als nächstes tun soll: anrufen oder anfragen.

Wenn deine aktuelle Website da bei mehr als einem Punkt schwächelt, weißt du, wo das Problem liegt.

Tipp: Mit dem Website-Selbsttest prüfst du in 30 Minuten konkret, woran es bei deiner Seite liegt.

So findest du heraus, woran es bei dir liegt

Mach den Schnelltest. Dauert 5 Minuten:

  1. Gib dein Gewerk + deine Stadt bei Google ein (z.B. „Maler Kassel“). Bist du auf Seite 1? Nein? SEO fehlt.
  2. Öffne deine Website auf dem Handy. Dauert es länger als 3 Sekunden, bis alles geladen ist? Zu langsam.
  3. Zeig deine Website jemandem, der deinen Betrieb nicht kennt. Kann die Person nach 5 Sekunden sagen, was du machst? Nein? Texte und Struktur müssen überarbeitet werden.
  4. Schau auf deine Startseite: Gibt es einen gut sichtbaren Button oder eine Telefonnummer? Nein? Dann fehlt die Handlungsaufforderung.
  5. Hast du echte Fotos von deiner Arbeit und Kundenbewertungen auf der Website? Nein? Das sollte Priorität eins sein.
Wenn du bei mehr als zwei Punkten „nein“ sagst, verlierst du gerade aktiv Kunden.

Du willst wissen, was bei deiner Website nicht stimmt?

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Häufige Fragen

Reicht es, wenn meine Website gut aussieht?

Nein. Eine schöne Website ohne SEO ist wie ein Schaufenster in einer Sackgasse. Niemand kommt vorbei. Die Website muss gefunden werden, schnell laden und den Besucher zum Handeln bewegen. Aussehen allein bringt keine Anfragen.

Wie viele Anfragen sollte eine gute Website bringen?

Hängt von Branche und Region ab. Aber als Orientierung: Eine gut optimierte lokale Website bringt 5 bis 15 Anfragen pro Woche. Wenn bei dir weniger als 2 pro Monat reinkommen, stimmt etwas Grundlegendes nicht.

Kann ich die Probleme selbst beheben?

Teilweise. Eine sichtbare Telefonnummer einbauen oder bessere Fotos hochladen, das geht. Aber SEO, Ladezeit-Optimierung und wirklich gute Texte sind Aufgaben, bei denen ein Spezialist in wenigen Stunden weiter kommt als du in Wochen.

Was kostet es, meine Website zu verbessern?

Kommt drauf an, was fehlt. Manchmal reichen kleine Anpassungen für 500 bis 1.000 €. Manchmal ist ein kompletter Neuaufbau günstiger, als eine schlechte Basis zu flicken. In unserem Artikel über Website-Kosten findest du eine ehrliche Aufschlüsselung.

Geschrieben von Radu Malain Gründer von Blixmedia · Professionelle Online-Auftritte für lokale Unternehmen in Kassel & Nordhessen